Rocko (Röckchen, Matzi, Dicker)

 

 

Rocko von der Bärnsau

 

gew.    06.02.1994

 

bei uns eingezogen: 09.06. 1994

(abgeholt aus " Kathrins Kindertierstube", eine Auffangstation für polnische Welpen)

 

gest.   03.11.2009

Er zog mehr tot als lebendig mit 42 °C Fieber bei uns ein. Verschiedene Würmer kamen aus allen Körperöffnungen zum Vorschein. Wir brauchten viel Zeit und Geduld um ihn aufzupäppeln, laut unserer Tierärztin hatte er noch eine Lebenserwartung von 14 Tagen. Sein Futter bekam er ins Maul gelegt, weil er zu schwach war aufzustehen. Nichtsdestotrotz und nach unzähligen besuchen bei unserer Tierärztin, war er zum Glück eine Kämpfernatur und jeden Tag ging es ihm besser.

 

Die Bindung die dadurch zwischen mir (Franka) und Rocko entstand, war einzigartig und unvorstellbar. Er war mein Schatten, total gehorsam … aus „Liebe“, ohne je ein Leckerli dafür zu wollen. Selbst wenn er einen Hasen oder läufige Hündin ausgemacht hatte, blieb er an meiner Seite. Oft hatte ich den Eindruck er könne meine Gedanken lesen, er verstand alles, auch ohne viel Worte. Er beherrschte alle Grundkommandos und verschiede Tricks, selbst aus 100 Meter Entfernung führte er sie zuverlässig aus … soll noch mal einer sagen, Dackel sind stur und nicht erziehbar.

 

Einziger „Wermutstropfen“ war seine „Vorliebe“ nach fremden Männer zu „schnappen“, übrigens blitzschnell wie ein Krokodil, wenn diese ihn streicheln wollten. Oftmals zu Recht, denn obwohl fremde Männer jedes Mal gewarnt wurden, konnten sie gar nicht glauben, dass so ein kleiner niedlicher Hund beißt … ja, was soll man da noch machen?! … selbst schuld ;) wenn man als Mann beweisen muss, dass man ein ganzer Mann ist und ihn trotz der Warnung streichelt.

 

Mit anderen Hunden & Tieren egal welchen Geschlechts, verstand er sich prima, bis er älter wurde. Vor Männern hatte er sein ganzes Leben lang Angst.

Es gab nur Wenige denen er vertraute. Die negativen Erlebnisse in seinen ersten Lebenswochen hatten sich zu tief verwurzelt.

 

Ansonsten entwickelte er sich zu einem tollen Hund, den man überall mit hin nehmen konnte, ohne dass es auffiel. Wir hatten immer viel Spaß und Freude mit ihm, er war ein großer Schmuser und Genießer. Schade nur, dass wir den Hundesport Obedience erst für uns entdeckten, als Rocko schon 13 Jahre alt, fast blind und fast taub war. Ihm hätte es Riesenspaß gemacht und wahrscheinlich wären wir zusammen bis Klasse 7 gekommen ;)

 

Als Rocko 11 Jahre war, bekam er starke Arthrose und die Leber zeigte starke Veränderungen, dazu wurde er langsam blind und taub. Lebenserwartung noch ca. 2 Monate!!  Panik brach in der Familie aus und guter Rat war teuer.

So informierten wir uns über gesundes Futter, stellten ihn auf Medikamente ein und fingen an zu barfen. In den „Jungbrunnen“ fiel er, als unsere Feenja am 28.10.2006 bei uns einzog. Er liebte sie abgöttisch, jeden Tag schien er jünger zu werden und war kaum wieder zu erkennen.

 

Aus der letzten Prognose von 2 Monaten Lebenserwartung sind dann noch einmal 5 Jahre geworden. Die Leberwerte waren... Hoch lebe Barfen ... nach einem Jahr fast wieder normal und seine Medikamente nahm er tapfer.

 

So konnten wir unseren Rocko noch einen schönen Lebensabend mit Feenja bieten. Ein Jahr später kam unser Merlin dazu … aus Liebe zu Rocko, um ihn von Feenjas Spielattacken zu „befreien“ und wegen unserem Hobby, dem Hundesport.

Jetzt konnte Rocko endlich spielen wann er wollte und als „Opa“ dem tollen Treiben lieber nur noch zuschauen. Leider wurde er dann mit ca. 14 Jahren ganz blind und dazu taub. Sein letztes Lebensjahr war es nun dunkel um ihn herum und wenn er erschrak biss er zu. Auch damit lernten wir Zwei – und Vierbeiner umzugehen.

 

Rocko musste an die Flexileine und in der Wohnung versuchten wir Schwingungen zu erzeugen, wenn wir Rocko „riefen“. Das gelang am Besten mit unserem ausziehbaren Küchenschrank, die vibrierenden Rollen auf dem Fußboden kannte er zu gut, denn darin befand sich immer sein Futter.

Leider wurde es immer schwieriger ihn „zu händeln“ und als er dann am 29.10.2009 die letzten 3 Stufen unsere Treppe herunterstürzte und es ihm von Tag zu Tag schlechter ging, holten wir am 03.11.2009 unsere Tierärztin nach Hause.  

Wie ein "Wink vom Schicksal" enstand das Foto bei Rockos letzten größerem Spaziergang ... 3 Wochen vor seinem Tod.

 

 

Sie kannte ihn vom ersten Tag an und rettete ihm 2mal das Leben.

 

Friedlich schlief er in meinen Armen ein, als wir ihn gemeinsam über die Regenbogenbrücke begleiteten.

 

Unfassbar für uns wie schnell die Zeit vergeht und unendlich dankbar dafür, dass er fast 16 Jahre unser Leben bereichert hat.

 

Er war für uns das tollste Dackelchen auf Erden und aus 14 Tagen Lebenserwartung sind fast 16 Jahre geworden.

 

 ... es gibt doch Wunder auf der Welt ...

Er wird immer in unseren Herzen sein und wir vermissen ihn schrecklich. Danke, kleines Röckchen das du immer für uns da gewesen bist und uns tapfer gegen alles und Jeden beschützt hast.

Dein Platz wird immer leer bleiben, denn du bist durch nichts zu ersetzen.

Wir haben dich dolle lieb, kleiner, dicker Matzi und du fehlst uns so sehr!

 

Jetzt kannst du wieder ohne Schmerzen, sehend und hörend mit deinen Kumpels auf der anderen Seite des Regenbogens toben. Mit Meerschweinchen Samson, Luzi, Quenny, Maja & Molly, Hamsterli’s Jonny & Fienchen und mit Wellensittich Ikarus wirst du bestimmt, wie in alten Zeiten wieder ein Team sein.

 

                    Rocko & Samson                                                     Rocko & Ikarus

 

 

 

Das Baden war seine große Leidenschaft. Im Sommer 2009, mit über 15 Jahren war er immer noch ein begeisterter Schwimmer.

 

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